Von Erwin Bimüller
Bei aller Nüchternheit: Dass man das Krankenhaus Finsterwalde jetzt ohne Ersatz weitgehend dicht machen will, geht gar nicht. Abgesehen von den fehlenden Rahmenbedingungen auf Bundesebene, die man doch erst einmal abwarten sollte, will sich mir die langfristige Logik nicht erschließen. Gut, würde es ein Zentralkrankenhaus in Doberlug-Kirchhain geben, wie von der Geschäftsführung der Elbe-Elster Klinikum GmbH propagiert, könnte man über eine deutliche Reduzierung des Angebots im Krankenhaus Finsterwalde nachdenken, aber natürlich erst, wenn dieses Zentralkrankenhaus in Betrieb ist. Es ist aber kein Zentralkrankenhaus in Doberlug-Kirchhain in Betrieb, und darauf zu setzen, dass ein solches irgendwann kommt, kann sich als fatale Luftbuchung herausstellen. Warum um alles in der Welt bricht man das jetzt übers Knie, mit dem Effekt, dass die Versorgung in Finsterwalde und Umgebung sofort massiv eingeschränkt ist und mit dem Risiko, dass sich dies, ohne Zentralkrankenhaus, auch nicht mehr ändern wird? Warum steht ausgerechnet das Krankenhaus Finsterwalde zur fast vollständigen Schließung an? Der Beschluss des Aufsichtsrats der Elbe-Elster Klinikum GmbH vom 14. November 2023 zur Schließung der meisten Abteilungen im Krankenhaus Finsterwalde und der Geburtenabteilung und der Pädiatrie im Krankenhaus Herzberg darf vom Kreistag nicht bestätigt werden!